Thursday, 20. november 2008
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Spätestens jetzt, wo Piraten vor Somalia den saudi-arabischen Supoertanker "Rising Star" entführt haben und für die 100-Mio.-$-Fracht angeblich ein Lösegeld von 200 Mio. $ verlangen, überlegt
die Welt nun endlich, härter gegen Piraterie vorzugehen.
Doch ob das Sinn macht, solange auf dem Festland in Somalia weiter Bürgerkrieg herrscht, ist doch sehr fraglich.
Vor ein paar Jahren, als die Islamisten kurzzeitig die Hauptstadt Mogadishu besetzt hatten, herrschte zumindest in Sachen Piraterie Ruhe in den Gewässern vor Somalia. Ließe sich das Problem also
nicht einfach damit lösen, indem man die Islamisten gewähren ließe? In dem Fall müssten nur die auf Regierungsseite kämpfenden äthiopischen Besatzungstruppen abgezogen werden. Und da die künftige
neue US-Regierung die Militärintervention Äthiopiens voraussichtlich nicht weiter unterstützen wird, scheint ein Abzug sogar wahrscheinlich.
Aber angesichts der Tatsache, dass am 27.10.2008 islamische Milizen in der Stadt Kismayo ein 13jähriges Mädchen wegen außerehelichem Sex steinigen ließen (der außereheliche Sex bestand darin,
vergewaltigt worden zu sein), fragt man sich, ob Bürgerkrieg oder fanatische Islamisten das geringere Übel für die Menschen in Samalia sind...
von DarthMario
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veröffentlicht in: Politik
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